Bei einem anstehenden Wohnortwechsel stellt sich rasch die Frage, in welcher Form am besten der Umzug erfolgt. Alles soll stimmen, die Checkliste steht: Die Termine, der Preis, die Qualität. Zusätzlich zu den normalen Belastungen eines Umzuges bedeutet das Verpacken und Transportieren des Haushaltes zusätzlichen Stress.
Wer sich entscheidet, damit eine Möbelspedition zu beauftragen, sollte sich zuvor mehrere Angebote einholen. Erfahrungsgemäß weichen die Preise und Leistungen oft erheblich voneinander ab. Differenzen von bis zu 50% sind keine Seltenheit.
Um die verschiedenen Anbieter tatsächlich vergleichen zu können, sind allerdings ein paar Dinge zu beachten. Besonders wichtig ist es, sich eine detaillierte Liste der Einzelleistungen erstellen zu lassen. (Verpacken, Auf- und Abbau von Regalen und Schränken, Demontage und Aufbau von Küchen etc.). Wie viele Mitarbeiter plant der Spediteur ein? Wie lange wird der Umzugswagen benötigt? Um diese Daten möglichst präzise kalkulieren zu können, bietet die Möbelspedition meist einen Besichtigungstermin als kostenlosen Service. Erst wenn die Menge des Umzugsgutes feststeht, lässt sich ein realistischer Kostenvoranschlag erstellen.
Meist bietet die Möbelspedition dann verschiedene Leistungsvarianten an. Beim Standardumzug übernimmt die Spedition in der Regel nur das Verstauen der fertig gepackten Kartons im LKW, den Transport und das anschließende Ausladen. Sollen die Umzugshelfer auch den Hausrat einpacken sowie Möbel abbauen und wieder montieren, wird daraus ein Komfortumzug. Diese Dienstleistung ist ungefähr 10 bis 15 Prozent teurer, bietet jedoch auch einen großen Vorteil: Im Schadensfall bietet die Möbelspedition vollen Versicherungsschutz.
Dank aktueller gesetzlicher Regelungen können Sie beim privaten Umzug mit einer Spedition nicht nur Nerven sparen, sondern sogar noch eine Finanzierungshilfe vom Staat in Anspruch nehmen. Bei der Festsetzung der persönlichen Einkommenssteuer lässt sich ein Teil der Umzugskosten als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend machen. Bis zu 600 Euro können direkt von der Steuerschuld abgezogen werden. Voraussetzung für die Abzugsfähigkeit ist allerdings, dass Sie beim Finanzamt eine ordnungsgemäße Rechnung einer Möbelspedition vorweisen. Beim Umzug in Eigenregie gibt es einen solchen Steuervorteil nicht.
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